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bluelectric.org: bluelectric.org » Brechende Nachrichten

  • Jochen Hoff · 1 year ago
    Ich meinte es durchaus positiv mit den Onlinejournalismus der Zukunft und teile deine Ansicht weitgehend.
    Nur bei 9/11 hatten die Leute noch nicht die Technik und noch ist Twitter für die Kids auf der Straße noch nicht Alltag, ebensowenig für die Rentner. Deshalb spreche ich von einer Zukunft.

    Gestern Abend gingen 5 Bilder durch die Reihen. in Zukunft werden es fünfhundert oder noch mehr sein. Denk an Ronnie Grob und China der zwei Stunden vor den Agenturen die Nachricht über Twitter zumindest bei mir verbreitete.

    Das ganze macht auch Zensur schwerer, sobald es viele unterschiedliche Zugangswege fürr Twitter und dezentrale Netze gibt. Twitter hat seinen Wert gestern bestätigt.
  • Konstantin Klein · 1 year ago
    Hier sprechen wir aber ein ganz entscheidendes Problem an: Twitter, tumblr, auch Weblogs sind natürlich noch sehr weit davon entfernt, echte Massen-Medien zu sein. Wir, die wir uns in dieser Umgebung bewegen, gehören so gesehen schon zu einer Art Informations-Elite, und das ganz große Publikum ist nach wie vor darauf angewiesen, dass die etablierten Massenmedien die Informationen aus dem Netz aufgreifen und in die konventionelleren Kanäle leiten.
  • carsten · 1 year ago
    danke für die nüchterne zusammenfassung. mir ging es ähnlich. wobei einmal mehr klar wurde, dass nachrichten im netz noch nicht richtig vernetzt sind. der feedreader ist zu langsam und twitter zu gekapselt (d.h. man muss schon heftig klicken, um an gewünschte informationen zu kommen). ein richtiges frühwarnsystem sieht anders aus. aber immerhin!
  • Konstantin Klein · 1 year ago
    Wg. Frühwarnsystem: SOllte der Leser auf eine Warnung angewiesen sein, also im Falle einer echten Katastrophe, wird die Twittersphere so voll mit Hinweisen sein, dass man sich seine Nachrichten nicht mehr suchen müssen wird. Da wird es also die Masse machen.

    Im vorliegenden Falle war es ja nur ein lokales Ereignis.
  • Boris · 1 year ago
    Ich denke, genau so lässt sich die Rolle eines amateurhaften "Bürgerjournalismus" beschreiben: Die Schlagzeile wird - zeitlich wie örtlich - so nah wie möglich am Ort des Geschehens publiziert, in Bild und Wort.

    Damit ist ein Ereignis durchaus authentisch abgebildet, was im Sinne unmittelbarer Zeugenschaft nicht zuletzt mindestens lokalhistorisch eine gewisse Bedeutung haben dürfte. Auch im Hinblick auf Zensur, wie Jochen Hoff richtig anmerkt.

    Ursachen- und Folgenrecherche, genauere Aufklärung und Aufarbeitung in Bild und Wort ist Aufgabe des professionellen (beruflichen) Journalismus.
  • Konstantin Klein · 1 year ago
    Vielleicht sollten wir uns in diesem Zusammenhang auch davon lösen, Wörter wie "Amateur" oder "professionell" mit einer Wertung zu belegen. In einem Verbreitungsmodell wie dem, über das wir hier sprechen, kommen beiden gleich wichtige Funktionen zu, und es kann (und wird) vorkommen, dass der Amateur den wichtigeren Part zu übernehmen hat.
  • Konstantin Klein · 1 year ago
    Technische Anmerkung, nur so am Rande: Das System der threaded Discussions, wie Disqus es verwendet, lässt sich hier sehr schön beobachten. Warum aber plötzlich im Feed "Im Gespräch" (in der linken Spalte) nicht der Titel, sondern der URL als Link aufgeführt wird und dabei ganz nebenbei das Layout zerschießt, ist mir gerade noch ein Rätsel.